Darmkrebs

Kolorektales Karzinom oder Dickdarmkrebs umfasst alle Arten von Neubildungen des Dickdarms, des Mastdarms und des Blinddarms. Sie beginnen als Polypen in der Darmschleimhaut, die sich aus verschiedenen Gründen zu bösartigen Tumoren entwickeln. Es ist die am dritthäufigsten diagnostizierte Krebserkrankung der Welt. Die Prävalenz beträgt etwa 370 Fälle/100.000 Einwohner.

Dickdarmkrebs ist einer der am häufigsten diagnostizierten Tumore der Welt. Die genaue Ursache des Tumors ist derzeit nicht bekannt, aber es wurde festgestellt, dass Risikofaktoren eine wichtige Rolle spielen.

  • Geschlecht: Dickdarmkrebs ist bei Männern häufiger als bei Frauen, wobei schätzungsweise 1/23 Männer und 1/24 Frauen diagnostiziert werden.
  • Alter: Obwohl die Krankheit in jedem Alter auftreten kann, ist die Mehrheit der Betroffenen über 50 Jahre alt.
  • Ethnische Zugehörigkeit: Sie tritt häufiger bei Menschen afroamerikanischer Abstammung auf.
  • Persönliche Vorgeschichte mit Krebs oder Polypen: Menschen, die bereits nicht krebsartige Polypen im Dickdarm hatten, sind anfälliger für die Krankheit.
  • Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen das Risiko.
  • Vererbte Syndrome wie die familiäre adenomatöse Polyposis oder das Lynch-Syndrom.
  • Lebensstil: Eine ballaststoffarme Ernährung und der Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie eine sitzende Lebensweise tragen zu einem erhöhten Risiko bei.
  • Fettleibigkeit.
  • Rauchen.
  • Diabetes.

Darmkrebs ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für krebsbedingte Todesfälle und hat eine starke genetische Grundlage. In einer Assoziationsstudie mit rund 35 000 Fällen und mehr als 700 000 Kontrollen wurden 74 Anfälligkeitsloci identifiziert. Unter den identifizierten SNPs stechen diejenigen hervor, die mit Signalwegen wie Wnt und BMP in Verbindung stehen und über die bereits in anderen Studien berichtet wurde. Darüber hinaus wurden weitere, bisher nicht verwandte neue Loci identifiziert, die wertvolle Informationen zur Ermittlung potenzieller neuer Ziele für die Chemoprävention und chemotherapeutische Intervention liefern.

Symptome

Es ist sehr häufig, dass Dickdarmkrebs in den frühen Stadien der Krankheit keine Symptome verursacht. Wenn sie auftauchen, können sie je nach Standort leicht variieren und Folgendes umfassen:

  • Blut im Stuhl.
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, einschließlich Durchfall oder Verstopfung, oder Veränderungen der Stuhlkonsistenz.
  • Unterleibsbeschwerden mit Krämpfen, Blähungen und/oder Schmerzen.
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung.
  • unerklärlicher Gewichtsverlust.

Prävention

Darmkrebs-Screening-Programme haben einen großen Fortschritt in der Frühdiagnose gebracht, so dass die Prognose in den meisten Fällen sehr günstig ist. Da die Genetik und die Vererbbarkeit von Darmkrebs eine wichtige Rolle spielen, wird empfohlen, dass sich alle Personen über 50 Jahre mit einer familiären Vorgeschichte dieser Früherkennungsuntersuchung unterziehen sollten.

Darüber hinaus gibt es weitere Maßnahmen, die das Risiko verringern können:

  • Bevorzugter Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, Vermeidung des Verzehrs von stark verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol und Tabak.
  • Regelmäßige körperliche Bewegung.
  • Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts.

Bei Menschen mit einem hohen Darmkrebsrisiko gibt es einige Medikamente, die das Risiko von präkanzerösen Polypen verringern können. In diesen Fällen ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Anzahl der beobachteten Varianten

13,5 Millionen Varianten

Anzahl der in der Studie analysierten Risikoloci

74 loci

Bibliographie

Law PJ, Timofeeva M, Fernandez-Rozadilla C, et al. Association analyses identify 31 new risk loci for colorectal cancer susceptibility. Nature Communications. 2019 May;10(1):2154.

Mayo Clinic [March 2022]

Centers for Disease Control and Prevention (CDC) [March 2022]

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