Muskuläre Ausdauer

Die sportliche Leistung wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, wobei genetische Faktoren zwischen 20 und 80 % der Variation bei verschiedenen Merkmalen wie Herzleistung, Sauerstoffverbrauch und Muskelfaserzusammensetzung ausmachen. Das Verhältnis der beiden Muskelfasertypen entscheidet darüber, ob wir mehr oder weniger gut in der Lage sind, Kraft- oder Ausdauersport zu betreiben.

Die Muskelleistung ist die Fähigkeit eines Muskels oder einer Muskelgruppe, eine Wiederholungsleistung gegen einen Widerstand zu erbringen. Das Ausführen mehrerer Wiederholungen einer Übung ist eine Form der Muskelleistung, ebenso wie das Laufen oder Schwimmen. Wenn sich Ihre Muskeln mehr als einmal in ähnlicher Weise zusammenziehen müssen, beanspruchen Sie die Muskelleistung.

Zu den Faktoren, die die Leistungsfähigkeit der Muskeln bestimmen, gehören Kraft, Fasertyp, Training und Ernährung. Ein größerer, stärkerer Muskel kann die gleiche Aufgabe unter Belastung öfter ausführen als ein schwächerer Muskel. Ein großer Muskel verfügt auch über mehr Glykogen (Zuckerspeicher zur Energiegewinnung) als ein kleiner Muskel, so dass er eine Reihe von Kontraktionen aufrechterhalten oder ein Training über einen längeren Zeitraum durchführen kann.

Die Zusammensetzung der Muskelfasern ist stark durch die Genetik des Individuums vorbestimmt und damit auch die Fähigkeit, die eine oder andere sportliche Aktivität auszuüben. Bei einer sitzenden Person mittleren Alters liegt der Anteil der langsamen Fasern (Typ I) bei 45-55 % (bei Frauen ist dieser Anteil leicht erhöht).

Sprinter neigen dazu, mehr Typ II oder schnell zuckende Fasern in den Beinen zu haben, während bei Ausdauersportlern die langsam zuckenden Fasern überwiegen. Biopsien des Musculus vastus medialis des Beins zeigen, dass der Anteil der schnellen Fasern bei Werfern und Springern in der Leichtathletik sowie bei Gewichthebern bis zu dreimal höher sein kann als bei Sprintern.Der Anteil der schnellen Fasern kann bis zu dreimal höher sein (60 % schnelle Fasern) als bei Langstreckenläufern (17 % schnelle Fasern) und 50 % höher als z. B. bei Bodybuildern (40 % schnelle Fasern).

Nach dem vorherrschenden Muskelfasertyp werden zwei Arten von Sportlern unterschieden: Kraft- und Sprintsportler (schnelle Fasern) und Ausdauersportler (langsame Fasern).

Analysierte Gene

ACTN3

Bibliographie

Del Coso J, Moreno V, Gutiérrez-Hellín J, Baltazar-Martins G, et al. ACTN3 R577X Genotype and Exercise Phenotypes in Recreational Marathon Runners. Genes (Basel). 2019 May 29;10(6):413.

Flück M, Kramer M, Fitze DP, Kasper S, Franchi MV, Valdivieso P. Cellular Aspects of Muscle Specialization Demonstrate Genotype - Phenotype Interaction Effects in Athletes. Front Physiol. 2019;10:526.

Tharabenjasin P, Pabalan N, Jarjanazi H. Association of the ACTN3 R577X (rs1815739) polymorphism with elite power sports: A meta-analysis. PLoS One. 2019 May 30;14(5):e0217390.

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