Prädisposition für Zöliakie

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die bei genetisch veranlagten Personen auftreten kann und bei der die Aufnahme von Glutenproteinen, die in Weizen, Gerste und Roggen oder Derivaten enthalten sind, zu einer Schädigung der Dünndarmzotten führt.

Man schätzt, dass 1 % der Bevölkerung an Zöliakie erkrankt. In Europa schwankt die Prävalenz zwischen 2 % in Finnland und 0,3 % in Deutschland. Alle epidemiologischen Studien weisen darauf hin, dass Zöliakie bei Frauen häufiger vorkommt als bei Männern, und zwar im Verhältnis 2:1.

Die Zöliakie kann in jedem Alter diagnostiziert werden. Bei Kindern überwiegen Symptome wie Durchfall und Malabsorptionssyndrom. Bei Erwachsenen werden 75 % der Fälle bei Frauen diagnostiziert, mit einem Häufigkeitsgipfel im dritten Lebensjahrzehnt und atypischen Symptomen wie Eisenmangelanämie und lang anhaltenden unspezifischen Beschwerden.

Die Zöliakie wird durch eine abnorme Reaktion auf Gluten verursacht. Gluten wird im Darm teilweise verdaut, und die dabei entstehenden Peptide, wie z. B. Gliadin, können bei empfindlichen Personen eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Die abnorm ausgelöste Immunreaktion auf Gluten führt zu pathologischen Läsionen des Darmepithels, die die Struktur der Darmzotten und ihre Hauptfunktion, die Aufnahme von Nährstoffen, verändern.

Analysierte Gene

HLA-DQA1

Bibliographie

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