Vitamin-D-Niveaus

Vitamin D ist ein wesentlicher Nährstoff für die Aufrechterhaltung unserer Gesundheit. Seine Hauptfunktion ist die Regulierung des Kalzium- und Phosphatspiegels, so dass es eine ernährungsbezogene Rolle bei der Erhaltung gesunder Knochen und Zähne spielt.

Vitamin D wird in der menschlichen Haut aus 7-Dehydrocholesterin durch die Einwirkung von UVB-Strahlen gebildet. Dieses Vitamin D ist biologisch inaktiv und muss verstoffwechselt werden, um verschiedene Verbindungen zu bilden, die aktiv und für zahlreiche Funktionen im Körper verantwortlich sind.

Wenn UV-Strahlen mit der Haut in Kontakt kommen, wird 7-Dehydrocholesterin in Cholecalciferol oder Vitamin D3 umgewandelt. Dieses, eigentlich ein Prohormon, ist biologisch inaktiv. Um wirksam zu sein, muss es zwei Umwandlungen durchlaufen, die erste in der Leber, um Calcidiol oder 25-Hydroxycholecalciferol zu bilden, und die zweite in der Niere, um Calcitriol oder 1-Alpha-25-Hydroxycholecalciferol zu bilden, das die aktive Form ist.

Die Hauptfunktion von Vitamin D ist die Regulierung der Kalzium- und Phosphorhomöostase; in den letzten Jahren wurden jedoch zahlreiche andere, nicht damit zusammenhängende Funktionen im Immunsystem, im endokrinen System, im neuromuskulären System und im hämatopoetischen System festgestellt. Bei einigen Krankheiten wie rheumatoider Arthritis und Multipler Sklerose wurden sogar positive Auswirkungen der Vitamin-D-Aufnahme beobachtet.

Das vom Körper benötigte Vitamin D stammt aus zwei Quellen: der Synthese in der Haut in Gegenwart von Sonnenlicht und der Aufnahme von Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln. Beim Menschen ist die Hauptquelle die Hautsynthese und ein kleinerer Anteil hängt von der Nahrung ab. Es gibt jedoch äußere Einflüsse, die die kutane Synthese behindern können, wie z. B. der Breitengrad, ein fortgeschrittenes Alter oder eine dunkle Hautfarbe, und in diesen Fällen ist es wichtig, eine ausreichende Zufuhr sicherzustellen.

Nur wenige Lebensmittel enthalten von Natur aus Vitamin D, wobei fetter Fisch wie Lachs oder Forelle neben Fischleberöl die reichhaltigste Quelle für diese Verbindung ist. Heutzutage gibt es viele Lebensmittel, die mit Vitamin D angereichert sind.

Der Vitamin-D-Niveausim Blut wird durch den Vitamin-D-Stoffwechsel bestimmt. Dieser Stoffwechsel kann wiederum durch verschiedene Varianten verändert werden, die sich auf seine Wirksamkeit auswirken können, so dass nicht nur Umweltfaktoren wie die Ernährung, sondern auch vererbte Marker dieses Merkmal beeinflussen können. In einer GWAS-Studie mit mehr als 300 000 Teilnehmern mit unterschiedlichem geografischen Hintergrund wurden 39 Marker identifiziert, die mit dem Vitamin-D-Niveaus in Verbindung stehen. Zu den identifizierten Genen gehören das GC- oder BDP-Gen, das ein Protein produziert, das an verschiedene Formen von Vitamin D bindet, um seinen Transport zu ermöglichen, und das KRTAP5-7-Gen, das an der Produktion von Keratin und Keratinozyten in der Haut beteiligt ist, wo Cholesterinmetaboliten in inaktive Formen von Vitamin D umgewandelt werden, die ihren Stoffwechsel fortsetzen, bis sie in aktive und funktionelle Formen dieses Vitamins umgewandelt werden.

Anzahl der beobachteten Varianten

13,5 Millionen Varianten

Anzahl der in der Studie analysierten Varianten

39 Orte

Bibliographie

Sinnot-Armstrong N, Tanigawa Y, et al. Genetics of 35 blood and urine biomarkers in the UK Biobank. Nature Genetics, 18 Jan 2021, 53(2):185-194

National Library of Medicine (NIH). Office of Dietary Supplements [April 2022]

National Health Service in England (NHS). Vitamin D [August 2020]

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