Duloxetin (Wirksamkeit)

Duloxetin ist ein Antidepressivum, das bei der Behandlung von Depressionen, diabetischer Neuropathie und Fibromyalgie eingesetzt wird. Polymorphismen in den Genen HTR1A und COMT können mit einem verbesserten Ansprechen auf dieses Medikament in Verbindung gebracht werden.

Duloxetin ist ein antidepressiver Inhibitor der Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin (SNRI). Es hemmt schwach die Wiederaufnahme von Dopamin ohne signifikante Affinität zu histaminergen, dopaminergen, cholinergen und adrenergen Rezeptoren.

Es wird hauptsächlich bei der Behandlung von Depressionen (MDD), bei der Behandlung von diabetischen peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen und bei der Behandlung der generalisierten Angststörung (GAD) eingesetzt.

KONTRAINDIKATIONEN

Duloxetin ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen das Medikament, bei Patienten mit einer Lebererkrankung, die zu Leberversagen führt, bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz und bei Patienten mit nicht kontrollierter arterieller Hypertonie.

Die Verschreibung von Duloxetin ist in Kombination mit irreversiblen nicht-selektiven MAOI-Antidepressiva und potenten CYP1A2-Inhibitoren wie Fluvoxamin, Ciprofloxacin oder Enoxacin kontraindiziert.

VORSICHT

Vorsichtsmassnahmen sollten bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Niereninsuffizienz, bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Manie oder der Diagnose einer bipolaren Störung und/oder mit Anfällen getroffen werden. Vorsichtsmassnahmen bei Patienten mit einem Risiko für ein Engwinkelglaukom und bei Patienten, deren zugrundeliegende Pathologie durch einen Anstieg der Herzfrequenz oder des Blutdrucks beeinträchtigt sein könnte.

Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Einnahme von Duloxetin mit anderen Antidepressiva (insbesondere selektiven reversiblen MAOIs), mit Substanzen, die den Stoffwechsel beeinträchtigen oder die mit einer Leberschädigung assoziiert sind, und mit oralen Antikoagulantien und/oder Medikamenten, die die Thrombozytenfunktion beeinflussen.

Vorsicht bei der Verschreibung von Duloxetin bei Patienten mit bekannter hämorrhagischer Diathese; Patienten mit hohem Hyponatriämie-Risiko (ältere Menschen, Zirrhose, Dehydratation, diuretische Behandlung) und bei älteren Menschen.

Es gibt häufige Nebenwirkungen in Kombination von Duloxetin mit Hypericum perforatum.

Eine Nachbeobachtung des Patienten sollte zu Beginn der Behandlung und nach Änderung der Dosis aufgrund des bestehenden Suizidrisikos durchgeführt werden. Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter 18 Jahren für die Behandlung von diabetischen peripheren neuropathischen Schmerzen oder für generalisierte Angststörungen vor.

Behandlung wegen des Risikos von Entzugssymptomen nicht abrupt unterbrechen. Eine obsessive/psychomotorische Unruhe kann sich in den ersten Wochen der Behandlung entwickeln.

Duloxetin wird nicht in Kombination mit serotonergen, trizyklischen Antidepressiva (Clomipramin oder Amitriptylin), Venlafaxin, Triptanen, Tramadol oder Tryptophan empfohlen.

NEBENWIRKUNGEN

Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Lethargie, Zittern, Parästhesie; verminderter Appetit; Schlaflosigkeit, Erregung, verminderte Libido, Angstzustände, abnormale Orgasmen, abnormale Träume; verschwommenes Sehen; Tinnitus; erhöhter Blutdruck, Hitzewallungen; Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Ausschläge, Skelettmuskelschmerzen, Muskelkrämpfe; Dysurie, erektile Dysfunktion, Ejakulationsstörung, Stürze, Müdigkeit, Gewichtsverlust

PHARMAKOLOGISCHE INTERAKTIONEN

Vorsicht bei der Einnahme von Duloxetin zusammen mit Medikamenten, die auf das Zentralnervensystem (ZNS) wirken (Alkohol, Benzodiazepine, Morphinomimetika, Antipsychotika, Phenobarbital, sedierende Antihistaminika). Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, die von CYP2D6 metabolisiert werden (Risperidon, Nortriptylin, Amitriptylin, Imipramin, Flecainid, Propafenon, Metoprolol).

Die Plasmakonzentration von Duloxetin kann um CYP1A2-Inhibitoren wie Fluvoxamin.

Die Plasmakonzentration von Duloxetin kann vermindert werden durch: Induktoren von CYP1A2.

MARKENNAMEN:

  • Xeristar ®
  • Cymbalta ®

Analysierte Gene

COMT HTR1A

Bibliographie

Houston JP, Zou W, Aris V, Fijal B, Chen P, Heinloth AN, et al. Evaluation of genetic models for response in a randomized clinical trial of duloxetine in major depressive disorder. Psychiatry, 2012; 200(1):63–5.

Porcelli S, Drago A, Fabbri C, Gibiino S, Calati R, Serretti A. Pharmacogenetics of antidepressant response. J Psychiatry Neurosci, 2011; 36(2):87–113.

Perlis RH, Fijal B, Dharia S, Houston JP. Pharmacogenetic investigation of response to duloxetine treatment in generalized anxiety disorder. Pharmacogenomics J, 2013; 13(3):280–5.

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