Amisulprid, Aripiprazol, Clozapin, Olanzapin, Haloperidol, Quetiapin, Risperidon, Ziprasidon, Palperidon (Unerwünschte Wirkungen)

Die Einnahme von Antipsychotika wird mit einer erhöhten Gewichtszunahme und dem metabolischen Syndrom als den häufigsten unerwünschten Wirkungen in Verbindung gebracht. Das Auftreten dieser Wirkungen kann durch das Vorhandensein bestimmter genetischer Varianten bedingt sein, die eine Anfälligkeit vermitteln.

Obwohl die meisten Antipsychotika der zweiten Generation oder atypischen Antipsychotika das Risiko extrapyramidaler Nebenwirkungen im Vergleich zur ersten Generation reduzieren, wurde ihre Anwendung mit der Entwicklung einer größeren Gewichtszunahme und dem Auftreten des metabolischen Syndroms in Verbindung gebracht. Das Metabolische Syndrom zeichnet sich durch Insulinresistenz, abdominale Adipositas, atherogene Dyslipidämie, Hypertonie (Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und einen pro-thrombotischen und pro-inflammatorischen Zustand.

Gewichtszunahme ist eine der wichtigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der antipsychotischen Behandlung. Sie wirkt sich sowohl negativ auf die körperliche Gesundheit (z.B. im Zusammenhang mit Diabetes, Herzkrankheiten und anderen schweren Erkrankungen) als auch auf das persönliche Wohlbefinden der Patienten aus, wobei die Therapietreue und das Risiko eines Wiederauftretens der Krankheit als mögliche Folge abnimmt.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die durch Antipsychotika induzierte Gewichtszunahme durch das Vorhandensein bestimmter genetischer Varianten beeinflusst wird. So haben einige Patienten je nach ihrer Genetik eine grössere Veranlagung zur Gewichtszunahme während der Behandlung mit Antipsychotika als andere.

Wenn Sie wissen möchten, welche Substanzen wir in unserem DNA-Test analysieren, lesen Sie bitte den Abschnitt über pharmakologische Verträglichkeit oder Pharmakogenetik.

Analysierte Gene

MC4R MTHFR NR3C1

Bibliographie

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