Prasugrel (Unerwünschte Wirkungen)

Prasugrel ist ein Thrombozytenaggregationshemmer, der zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen im Zusammenhang mit kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall eingesetzt wird. Es wird durch CYP2C19 verstoffwechselt, und sein genotypisches Profil kann eine große Hilfe bei der bestmöglichen therapeutischen Anpassung sein.

Das Medikament Prasugrel ist ein Thrombozytenaggregationshemmer, der zur Gruppe der Thienopyridine, wie Ticlopidin und Clopidogrel, gehört. Prasugrel hemmt die Thrombozytenaggregation und -aktivierung durch irreversible Bindung seines aktiven Metaboliten an die P2Y12-Thrombozyten-ADP-Rezeptoren, wodurch die Rate kardiovaskulärer Ereignisse wie Tod, Myokardinfarkt oder Schlaganfall verringert wird.

Die Verschreibung von Prasugrel ist kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen das Medikament, wenn der Patient an einer aktiven pathologischen Blutung leidet oder eine klinische Vorgeschichte eines Schlaganfalls oder einer vorübergehenden ischämischen Attacke aufweist und wenn der Patient eine Vorgeschichte mit schwerer Leberinsuffizienz hat.

VORSICHT

Vor der Verschreibung von Prasugrel ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder mässiger Leberfunktionsstörung Vorsicht geboten.

Es wird empfohlen, die Behandlung mindestens sieben Tage vor der geplanten Operation abzubrechen. Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ist wegen des Risikos einer Thrombose, eines Myokardinfarkts oder des Todes (eine Mindestbehandlung von bis zu 12 Monaten wird empfohlen) Vorsicht mit dem geplanten Medikamentenentzug geboten.

Extreme Vorsichtsmassnahmen bei Patienten mit instabiler Angina pectoris (UA) oder Myokardinfarkt ohne T-Segment-Hebung (NTSEMI), die sich innerhalb von 48 Stunden nach der Krankenhausaufnahme einer Koronarangiographie unterziehen, sollte eine Initialdosis Prasugrel nur zum Zeitpunkt der perkutanen Koronarintervention (PCI) verabreicht werden, um das Blutungsrisiko zu verringern.

Es besteht ein erhöhtes Risiko für Einblutungen: Patienten über 75 Jahre (Nutzen/Risiko abschätzen), Patienten mit Blutungsneigung (rezentes Trauma, Operation, aktives Magengeschwür oder rezente/rezidivierende gastrointestinale Blutungen); Patienten mit einem Körpergewicht unter 60 kg; gleichzeitige Einnahme von oralen Antikoagulantien (Warfarin, Clopidogrel), NSAIDs (nichtsteroidale Antirheumatika) und Fibrinolytika.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einem Risiko für thrombotische thrombozytopenische Purpura und Überempfindlichkeit einschließlich Angioödem.

NEBENWIRKUNGEN

Gemeinsame unerwünschte Wirkungen: Anämie, Hämatom, Epistaxis, Verdauungsblutung, Hämaturie, Hämatom und/oder Blutung an der Punktionsstelle. Eruption, Ekchymose, Anämie, Kontusion.

weniger häufige unerwünschte Wirkungen: okuläre Blutung, Bluthusten, Hämatochezie, retroperitoneale, rektale oder vaginale Blutung. Blutungen nach der Intervention, Überempfindlichkeit (einschließlich Angioödem).

PHARMAKOLOGISCHE INTERAKTIONEN

Einnahme von Prasugrel vermindert die Bioverfügbarkeit von Medikamenten, die von CYP2B6 metabolisiert werden (wie Cyclophosphamid, Efavirenz, etc.).

MARKENNAME

  • Effient ®

Analysierte Gene

CYP2C19

Bibliographie

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